Mittwoch, 14. Juni 2017

{Rezension} Hexenherz - Eisiger Zorn


Europa, 1466: Als die Hexenverfolgung immer weiter um sich greift, schreitet die bisher geheime Elite der Hexen ein und offenbart: Jede Frau ist der Magie fähig! 

550 Jahre später wächst die junge Hexe und staatstreue Gardistin Helena in einer Gesellschaft heran, in der die Vorherrschaft der Frauen unumstößlich scheint. Sie träumt davon, weiter im Dienst der höchsten Hexe, der Goldenen Frau, aufzusteigen. Doch als sie Opfer einer Intrige wird und fliehen muss, gerät sie in die Fänge von Rebellen. Denn auch das stärkste Regime hat seine Fehler – und seine Feinde …

Es ist immer wieder interessant zu sehen, wie eine alternative Gegenwart (Kann man das überhaupt so nennen, wenn Magie im Spiel ist?) aussehen könnte. In der, die Monika Loerchner in ihrem Buch „Hexenherz – Eisiger Zorn“ beschreibt, sind die klassischen Geschlechterrollen vertauscht und Hexen haben das Sagen über die Gesellschaft.

Ich muss zugeben, nach wenigen Seiten bekam meine anfängliche Faszination einen kleinen Knick, da ich für einen Moment befürchtete, dies würde eine „Mädchen schließt sich Rebellen an und es entwickelt sich eine tragische Romanze“-Geschichte werden.- Weit gefehlt! In Wirklichkeit steckt viel mehr dahinter. Liebesschmalz ist so gar nicht vorhanden und die verschiedenen Hintergründe und Taten der Figuren verknüpfen sich letztendlich zu einer sehr durchdachten Handlung, die man nicht stereotypisch mit irgendwelchen Klischees besetzen könnte.

Helena, die Hauptprotagonistin, ist nicht die typische Heldin. 
Nachdem ihrer Freundin etwas Schreckliches zustößt, formt sie sich immer mehr und mehr zu einer charakterlich ziemlich schwierigen Person, die sich nicht wirklich einfügen kann und in ihren Ansichten doch sehr verbohrt ist. Sie ist standfest, widerspenstig und besetzt - in meinen Augen - für eine ganze Weile die Rolle der „Bösen“. (Tatsächlich sah ich die Rebellen eher auf der „guten Seite“. Aber ich denke, jeder Leser kann in diesem Buch für sich entscheiden, für welche Seite er eher Partei ergreifen will, da alle so ihre Stärken und Schwächen, Sympathien und Antipathien haben.)
Manchmal hat mich Helena mit ihrem Verhalten und ihrer unglaublichen Dickköpfigkeit fast zur Weißglut getrieben. Immerhin waren eigentlich alle sehr gut zu ihr. Selbst die Rebellen haben sie überwiegend gut behandelt und es hat mich richtig aufgeregt, dass sich in ihr dabei nichts gerüttelt hat.- Aber das bedeutet immerhin, dass ich wirklich mitgefiebert habe. 
Helena hält  etwas zu viel auf sich, ist sehr stolz und doch passen diese Charakterzüge gut zu ihrer Rolle als Gardistin. Außerdem ist es dadurch umso bedeutender, wenn sie ehrliche Emotionen fühlt und auch zeigt.
Da sie relativ viel umherreist, betritt Helena verschiedene Gegenden und ich konnte genau beobachten, wie diese einzelnen Welten - also Wald, Stadt, Dorf, Verließt etc.- auf sie wirken und irgendwie auch formen. Sie verändert sich nie so gänzlich, bleibt ihrem Muster immer treu, aber die Feinheiten ihrer Person selbst variieren stark, weshalb sie nie zu einer langweiligen Figur wird.
Von den anderen Charakteren ist keiner so penibel ausgearbeitet wie sie.- Aber das ist gut so. Denn da es so einige Menschen gibt, denen Helena begegnet, wären zu komplexe Charaktere verwirrend gewesen. Die Autorin hat zwar jedem Protagonisten eigene Wesenszüge gegeben, aber eben nur gerade so viele, damit man sie gut voneinander trennen kann, ohne in Verwirrung zu geraten.
Auch die Welt, in der die Menschen und Hexen miteinander leben ist gut ausgearbeitet und voller Details, ohne zu überfordern. Der Gedanke, dass in dieser alternativen Gegenwart die Magie der Hexen so funktioniert wie die Technik, die wir in „unserer Welt“ haben, hat mich teilweise zum Grinsen gebracht. Denn auch in Helenas Universum gibt es Rolltreppen und künstliches Licht. Und der Gedanke daran, dass Hexen auf sich bewegenden Bürgersteigen durch die Stadt bummeln, war schon ganz witzig.
Mit jedem Kapitelbeginn kann man außerdem einen Blick in die Annalen werfen. Das heißt, man kann ohne viel verwirrendes Hin und Her die Geschichte der Hexen nachvollziehen. Das halte ich persönlich für einen sehr cleveren Schachzug der Autorin, da sie so die eigentliche Handlung recht linear halten konnte. Ich finde es selbst nämlich recht anstrengend, wenn man neben einer neuen Welt, auch eine neue Historie lernen soll. So etwas kann schnell ermüdend werden.
Was mich fasziniert, ist, dass die Autorin mir immer wieder ein gewisses Gefühl von Realität gegeben hat. Keine magische Handlung war zu abgedreht, um unglaubwürdig zu wirken und tatsächlich fiel es mir manchmal schwer, Reales von Fiktion zu trennen. Monika Loerchner schreibt sehr geübt, leicht und absolut ungezwungen, weshalb es mir sehr leicht fiel, mich in der Geschichte völlig fallen zu lassen. So konnten sich die verschiedenen Emotionen der einzelnen Figuren sehr einfach auf mich übertragen und mich noch stärker fesseln.

"Mist."
Und dann noch ein paar Mal: "Mist, Mist, Mist."
Das waren die Worte, mit denen mich meine Mutter begrüßte, kaum dass ich geboren war.
(Seite 8)

In seine Augen tritt ein Funkeln, die Luft um mich herum vibriert und ich frage mich, wie es sein kann, dass ich hier und jetzt Magie spüre.
(Seite 122)

"Aber wenn wir Feinde sind, warum weinst du dann?"
"Weil man auch in Feinden manchmal Freundliches entdeckt."
(Seite 342)

Eine Heldin, die erst fühlen lernen muss, eine Regierung, deren Fassade langsam bröckelt und ein Kampf zwischen Rebellen und Hexen, der immer blutiger und verzweifelter wird.
- Ein Buch, in dem letztendlich nichts so ist, wie es scheint und das von der ersten bis zur letzten Seite seine Leser unterhält und die Moral jedes einzelnen beschäftigt.

7/7
 
ISBN: 9783862824564

Donnerstag, 1. Juni 2017

Eine kleine Erklärung...


Das hier soll gar kein langer Text werden. Ich habe nur das Gefühl, ich bin meinen süßen Stalkern eine kurze Erklärung schuldig. Immerhin war hier schon eine Weile nichts mehr los.
Seit März haben sich ein paar Dinge in meinem Leben geändert. Menschen sind gegangen und neue gekommen und ich musste mich selbst erstmal irgendwie in diesem ganzen Theater wiederfinden. Mein Blog, mein Baby, ist dabei leider völlig auf der Strecke geblieben. Nun, wo alles wieder geordnet ist, kann ich mich all den ausstehenden Rezensionen und Posts wieder widmen. 
*hüstel* Und ein paar Autoren und Verlagen sollte ich auch noch Mails schreiben... *hüstel*

Natürlich habe ich trotzdem viel gelesen und es warten bereits einige Rezensionen darauf, endlich verfasst und gepostet zu werden. Eigentlich wollte ich ja auch noch über die Leipziger Buchmesse schreiben, allerdings ist das ja schon wieder eine Weile her und ich bin nicht sicher, ob es da überhaupt noch Sinn machen würde, noch einmal mit dem Ganzen anzufangen.

Diese kleine Pause vom Bloggen war eine Ausnahme und ich werde so schnell wie möglich wieder alles in Angriff nehmen. Glaubt also bloß nicht, ihr seid mich einfach so schnell losgeworden.;)



Donnerstag, 20. April 2017

Der Schwarze Thron | Woche 3 -> Meine Mirabella

Aufmerksame Schnelldenker unter euch haben sicherlich bemerkt, dass mir Woche zwei vollkommen fehlt. Ich ärger mich sehr darüber, konnte es aber leider nicht ändern, da mein Laptop offenbar so langsam in die Wechseljahre kommt. Und wenn der keinen Bock hat, dann hat der eben keinen Bock. Also kurz gesagt: Laptop will nicht, also steht alles still.
Dafür war ich diese Woche umso produktiver und habe eine ganze Weile an "meiner Mirabella" gesessen, hab sie also so gemalt/gezeichnet, wie ich sie mir vorstelle. Sicherlich weicht da manches vom Buch ab, aber ich habe versucht, mich weitestgehend an die Beschreibungen, aber auch an meine Ideen zu halten.

(Hier nochmal als Anmerkung: Ich bin weder professionelle Künstlerin, noch sonstwas dergleichen, also seid bitte etwas nachsichtig, ich hab lange keinen Pinsel oder Stift mehr in der Hand gehalten, um etwas zu malen/zeichnen.)





Eine kurze Beschreibung zu meiner Gestaltung bekommt ihr natürlich auch.
Schwarz - Wie für eine Königin üblich, trägt Mirabella natürlich sehr viel Schwarz. Zu Beginn wollte ich eigentlich alles, also auch den Rock schwarz machen, habe mich dann aber doch umentschieden, da durch die Farben deutlicher wird, wer sie ist.
Der Rock - Im Rock habe ich durch die Farben Grün, Gelb und Blau versucht, sie als Elementarwandlerin besser darzustellen. Wie ihr euch sicher denken könnt, sollen die Farben für die vier klassischen Elemente stehen.
Der Blitz - Den Blitz habe ich noch einmal extra auf den Gürtel um Mirabellas Taille gesetzt, da dies ihr liebstes Element ist und sie irgendwie ein bisschen wie eine Superheldin aussehen lässt. Allgemein ist der größte Teil "von mir" wohl darin zu erkennen, dass sie eine Art Anzug trägt. Ich stelle sie mir eben gern als moderne Superheldin vor. Leichte Spinnerei, ich weiß.:D



Wie gesagt: Sicherlich hätten es viele Leute sehr viel besser hinbekommen, aber ich muss zugeben, ich bin trotzdem zufrieden damit, wie sie geworden ist.;)


Donnerstag, 6. April 2017

Der Schwarze Thron | Woche 1 -> Worum gehts?


Endlich ist es soweit und die Bloggeraktion zu "Der Schwarze Thron" von Kendare Blake hat begonnen! Wir Teilnehmer wurden den verschiedenen Clans zugeordnet und ich bin eine Elementarwandlerin geworden, womit ich wirklich sehr zufrieden bin.;) 
Aber worum geht's?

Düster und unglaublich fantasievoll: Die Fantasy-Entdeckung aus den USA!

Sie sind Schwestern. Sie sind Drillinge, die Töchter der Königin. Jede von ihnen hat das Recht auf den Thron des Inselreichs Fennbirn, aber nur eine wird ihn besteigen können. Mirabella, Katharine und Arsinoe wurden mit verschiedenen magischen Talenten geboren — doch nur, wer diese auch beherrscht, kann die anderen Schwestern besiegen und die Herrschaft antreten. Vorher aber müssen sie ein grausames Ritual bestehen. Es ist ein Kampf um Leben und Tod — er beginnt in der Nacht ihres sechzehnten Geburtstages …


#DerSchwarzeThron

Bisher habe ich ungefähr die Hälfte des Buches geschafft und ich bin vollkommen gefangen von der Geschichte! Mehr werdet ihr noch im Verlaufe der kommenden Wochen und natürlich durch meine Rezension erfahren.:)

PV Lesechallenge | Gewinnspiel No. 1 - die Gewinner!

Die Fruit Machine hat entschieden und sich die zwei Gewinner für das 1. Gewinnspiel zur Papierverzierer Lesechallenge herausgesucht! Der erste Platz bekommt ein Print von "Revolvertarot", der zweite Platz darf sich über die eBook-Ausgabe freuen.:)



 Isbel (Print) und Anja (eBook) sind also für die erste Runde die Gewinner. Aber seid nicht traurig, wie bereits angekündigt, werdet ihr alle noch mehrere Chancen auf tolle Gewinne haben!

An die Gewinnerinnen: Bitte meldet euch bei mir (annabellebookwar[at]gmail.com) oder Sophie (sophieslittlebookcorner[at]gmx.de) bei Facebook oder per Mail.