Mittwoch, 14. Juni 2017

{Rezension} Hexenherz - Eisiger Zorn


Europa, 1466: Als die Hexenverfolgung immer weiter um sich greift, schreitet die bisher geheime Elite der Hexen ein und offenbart: Jede Frau ist der Magie fähig! 

550 Jahre später wächst die junge Hexe und staatstreue Gardistin Helena in einer Gesellschaft heran, in der die Vorherrschaft der Frauen unumstößlich scheint. Sie träumt davon, weiter im Dienst der höchsten Hexe, der Goldenen Frau, aufzusteigen. Doch als sie Opfer einer Intrige wird und fliehen muss, gerät sie in die Fänge von Rebellen. Denn auch das stärkste Regime hat seine Fehler – und seine Feinde …

Es ist immer wieder interessant zu sehen, wie eine alternative Gegenwart (Kann man das überhaupt so nennen, wenn Magie im Spiel ist?) aussehen könnte. In der, die Monika Loerchner in ihrem Buch „Hexenherz – Eisiger Zorn“ beschreibt, sind die klassischen Geschlechterrollen vertauscht und Hexen haben das Sagen über die Gesellschaft.

Ich muss zugeben, nach wenigen Seiten bekam meine anfängliche Faszination einen kleinen Knick, da ich für einen Moment befürchtete, dies würde eine „Mädchen schließt sich Rebellen an und es entwickelt sich eine tragische Romanze“-Geschichte werden.- Weit gefehlt! In Wirklichkeit steckt viel mehr dahinter. Liebesschmalz ist so gar nicht vorhanden und die verschiedenen Hintergründe und Taten der Figuren verknüpfen sich letztendlich zu einer sehr durchdachten Handlung, die man nicht stereotypisch mit irgendwelchen Klischees besetzen könnte.

Helena, die Hauptprotagonistin, ist nicht die typische Heldin. 
Nachdem ihrer Freundin etwas Schreckliches zustößt, formt sie sich immer mehr und mehr zu einer charakterlich ziemlich schwierigen Person, die sich nicht wirklich einfügen kann und in ihren Ansichten doch sehr verbohrt ist. Sie ist standfest, widerspenstig und besetzt - in meinen Augen - für eine ganze Weile die Rolle der „Bösen“. (Tatsächlich sah ich die Rebellen eher auf der „guten Seite“. Aber ich denke, jeder Leser kann in diesem Buch für sich entscheiden, für welche Seite er eher Partei ergreifen will, da alle so ihre Stärken und Schwächen, Sympathien und Antipathien haben.)
Manchmal hat mich Helena mit ihrem Verhalten und ihrer unglaublichen Dickköpfigkeit fast zur Weißglut getrieben. Immerhin waren eigentlich alle sehr gut zu ihr. Selbst die Rebellen haben sie überwiegend gut behandelt und es hat mich richtig aufgeregt, dass sich in ihr dabei nichts gerüttelt hat.- Aber das bedeutet immerhin, dass ich wirklich mitgefiebert habe. 
Helena hält  etwas zu viel auf sich, ist sehr stolz und doch passen diese Charakterzüge gut zu ihrer Rolle als Gardistin. Außerdem ist es dadurch umso bedeutender, wenn sie ehrliche Emotionen fühlt und auch zeigt.
Da sie relativ viel umherreist, betritt Helena verschiedene Gegenden und ich konnte genau beobachten, wie diese einzelnen Welten - also Wald, Stadt, Dorf, Verließt etc.- auf sie wirken und irgendwie auch formen. Sie verändert sich nie so gänzlich, bleibt ihrem Muster immer treu, aber die Feinheiten ihrer Person selbst variieren stark, weshalb sie nie zu einer langweiligen Figur wird.
Von den anderen Charakteren ist keiner so penibel ausgearbeitet wie sie.- Aber das ist gut so. Denn da es so einige Menschen gibt, denen Helena begegnet, wären zu komplexe Charaktere verwirrend gewesen. Die Autorin hat zwar jedem Protagonisten eigene Wesenszüge gegeben, aber eben nur gerade so viele, damit man sie gut voneinander trennen kann, ohne in Verwirrung zu geraten.
Auch die Welt, in der die Menschen und Hexen miteinander leben ist gut ausgearbeitet und voller Details, ohne zu überfordern. Der Gedanke, dass in dieser alternativen Gegenwart die Magie der Hexen so funktioniert wie die Technik, die wir in „unserer Welt“ haben, hat mich teilweise zum Grinsen gebracht. Denn auch in Helenas Universum gibt es Rolltreppen und künstliches Licht. Und der Gedanke daran, dass Hexen auf sich bewegenden Bürgersteigen durch die Stadt bummeln, war schon ganz witzig.
Mit jedem Kapitelbeginn kann man außerdem einen Blick in die Annalen werfen. Das heißt, man kann ohne viel verwirrendes Hin und Her die Geschichte der Hexen nachvollziehen. Das halte ich persönlich für einen sehr cleveren Schachzug der Autorin, da sie so die eigentliche Handlung recht linear halten konnte. Ich finde es selbst nämlich recht anstrengend, wenn man neben einer neuen Welt, auch eine neue Historie lernen soll. So etwas kann schnell ermüdend werden.
Was mich fasziniert, ist, dass die Autorin mir immer wieder ein gewisses Gefühl von Realität gegeben hat. Keine magische Handlung war zu abgedreht, um unglaubwürdig zu wirken und tatsächlich fiel es mir manchmal schwer, Reales von Fiktion zu trennen. Monika Loerchner schreibt sehr geübt, leicht und absolut ungezwungen, weshalb es mir sehr leicht fiel, mich in der Geschichte völlig fallen zu lassen. So konnten sich die verschiedenen Emotionen der einzelnen Figuren sehr einfach auf mich übertragen und mich noch stärker fesseln.

"Mist."
Und dann noch ein paar Mal: "Mist, Mist, Mist."
Das waren die Worte, mit denen mich meine Mutter begrüßte, kaum dass ich geboren war.
(Seite 8)

In seine Augen tritt ein Funkeln, die Luft um mich herum vibriert und ich frage mich, wie es sein kann, dass ich hier und jetzt Magie spüre.
(Seite 122)

"Aber wenn wir Feinde sind, warum weinst du dann?"
"Weil man auch in Feinden manchmal Freundliches entdeckt."
(Seite 342)

Eine Heldin, die erst fühlen lernen muss, eine Regierung, deren Fassade langsam bröckelt und ein Kampf zwischen Rebellen und Hexen, der immer blutiger und verzweifelter wird.
- Ein Buch, in dem letztendlich nichts so ist, wie es scheint und das von der ersten bis zur letzten Seite seine Leser unterhält und die Moral jedes einzelnen beschäftigt.

7/7
 
ISBN: 9783862824564

Donnerstag, 1. Juni 2017

Eine kleine Erklärung...


Das hier soll gar kein langer Text werden. Ich habe nur das Gefühl, ich bin meinen süßen Stalkern eine kurze Erklärung schuldig. Immerhin war hier schon eine Weile nichts mehr los.
Seit März haben sich ein paar Dinge in meinem Leben geändert. Menschen sind gegangen und neue gekommen und ich musste mich selbst erstmal irgendwie in diesem ganzen Theater wiederfinden. Mein Blog, mein Baby, ist dabei leider völlig auf der Strecke geblieben. Nun, wo alles wieder geordnet ist, kann ich mich all den ausstehenden Rezensionen und Posts wieder widmen. 
*hüstel* Und ein paar Autoren und Verlagen sollte ich auch noch Mails schreiben... *hüstel*

Natürlich habe ich trotzdem viel gelesen und es warten bereits einige Rezensionen darauf, endlich verfasst und gepostet zu werden. Eigentlich wollte ich ja auch noch über die Leipziger Buchmesse schreiben, allerdings ist das ja schon wieder eine Weile her und ich bin nicht sicher, ob es da überhaupt noch Sinn machen würde, noch einmal mit dem Ganzen anzufangen.

Diese kleine Pause vom Bloggen war eine Ausnahme und ich werde so schnell wie möglich wieder alles in Angriff nehmen. Glaubt also bloß nicht, ihr seid mich einfach so schnell losgeworden.;)



Donnerstag, 20. April 2017

Der Schwarze Thron | Woche 3 -> Meine Mirabella

Aufmerksame Schnelldenker unter euch haben sicherlich bemerkt, dass mir Woche zwei vollkommen fehlt. Ich ärger mich sehr darüber, konnte es aber leider nicht ändern, da mein Laptop offenbar so langsam in die Wechseljahre kommt. Und wenn der keinen Bock hat, dann hat der eben keinen Bock. Also kurz gesagt: Laptop will nicht, also steht alles still.
Dafür war ich diese Woche umso produktiver und habe eine ganze Weile an "meiner Mirabella" gesessen, hab sie also so gemalt/gezeichnet, wie ich sie mir vorstelle. Sicherlich weicht da manches vom Buch ab, aber ich habe versucht, mich weitestgehend an die Beschreibungen, aber auch an meine Ideen zu halten.

(Hier nochmal als Anmerkung: Ich bin weder professionelle Künstlerin, noch sonstwas dergleichen, also seid bitte etwas nachsichtig, ich hab lange keinen Pinsel oder Stift mehr in der Hand gehalten, um etwas zu malen/zeichnen.)





Eine kurze Beschreibung zu meiner Gestaltung bekommt ihr natürlich auch.
Schwarz - Wie für eine Königin üblich, trägt Mirabella natürlich sehr viel Schwarz. Zu Beginn wollte ich eigentlich alles, also auch den Rock schwarz machen, habe mich dann aber doch umentschieden, da durch die Farben deutlicher wird, wer sie ist.
Der Rock - Im Rock habe ich durch die Farben Grün, Gelb und Blau versucht, sie als Elementarwandlerin besser darzustellen. Wie ihr euch sicher denken könnt, sollen die Farben für die vier klassischen Elemente stehen.
Der Blitz - Den Blitz habe ich noch einmal extra auf den Gürtel um Mirabellas Taille gesetzt, da dies ihr liebstes Element ist und sie irgendwie ein bisschen wie eine Superheldin aussehen lässt. Allgemein ist der größte Teil "von mir" wohl darin zu erkennen, dass sie eine Art Anzug trägt. Ich stelle sie mir eben gern als moderne Superheldin vor. Leichte Spinnerei, ich weiß.:D



Wie gesagt: Sicherlich hätten es viele Leute sehr viel besser hinbekommen, aber ich muss zugeben, ich bin trotzdem zufrieden damit, wie sie geworden ist.;)


Donnerstag, 6. April 2017

Der Schwarze Thron | Woche 1 -> Worum gehts?


Endlich ist es soweit und die Bloggeraktion zu "Der Schwarze Thron" von Kendare Blake hat begonnen! Wir Teilnehmer wurden den verschiedenen Clans zugeordnet und ich bin eine Elementarwandlerin geworden, womit ich wirklich sehr zufrieden bin.;) 
Aber worum geht's?

Düster und unglaublich fantasievoll: Die Fantasy-Entdeckung aus den USA!

Sie sind Schwestern. Sie sind Drillinge, die Töchter der Königin. Jede von ihnen hat das Recht auf den Thron des Inselreichs Fennbirn, aber nur eine wird ihn besteigen können. Mirabella, Katharine und Arsinoe wurden mit verschiedenen magischen Talenten geboren — doch nur, wer diese auch beherrscht, kann die anderen Schwestern besiegen und die Herrschaft antreten. Vorher aber müssen sie ein grausames Ritual bestehen. Es ist ein Kampf um Leben und Tod — er beginnt in der Nacht ihres sechzehnten Geburtstages …


#DerSchwarzeThron

Bisher habe ich ungefähr die Hälfte des Buches geschafft und ich bin vollkommen gefangen von der Geschichte! Mehr werdet ihr noch im Verlaufe der kommenden Wochen und natürlich durch meine Rezension erfahren.:)

PV Lesechallenge | Gewinnspiel No. 1 - die Gewinner!

Die Fruit Machine hat entschieden und sich die zwei Gewinner für das 1. Gewinnspiel zur Papierverzierer Lesechallenge herausgesucht! Der erste Platz bekommt ein Print von "Revolvertarot", der zweite Platz darf sich über die eBook-Ausgabe freuen.:)



 Isbel (Print) und Anja (eBook) sind also für die erste Runde die Gewinner. Aber seid nicht traurig, wie bereits angekündigt, werdet ihr alle noch mehrere Chancen auf tolle Gewinne haben!

An die Gewinnerinnen: Bitte meldet euch bei mir (annabellebookwar[at]gmail.com) oder Sophie (sophieslittlebookcorner[at]gmx.de) bei Facebook oder per Mail.



Donnerstag, 16. März 2017

{Kurzrezension} Zombie Blond


 
Sie sind blond, schön – und hochgefährlich: die Mädchenclique an Hannahs neuer Schule, zu der sie unbedingt gehören möchte. Die Warnung ihres Mitschülers Lucas, die Mädchen seien Zombies, schlägt Hannah in den Wind. Das aber bereut sie bitter, als ihre Haare im Cliquen-Einheitslook blond gefärbt werden sollen - und sie die Blutkonserven entdeckt, die überall im Raum herumstehen …

Cool, kultig, gruselig.

Nachdem Hannah mit ihrem Vater in die kleine Stadt Maplecrest zieht, fällt sie schnell in den typischen Teenageralltag: Cliquen, merkwürdige Lehrer und Schwärmereien. Da sie jedoch „die Neue“ ist, findet sie kaum Anschluss. Lediglich Lukas versucht ihr Freund zu werden. Dem ist sie jedoch nicht besonders angetan, da er ihr dauerhaft weiß machen will, die beliebtesten Mädchen, die Cheerleader der Schule, seien Zombies.– Und zu genau denen will sie gehören, auch, wenn sie sie anfangs mobben und kein nettes Wort für sie übrig haben.

Hannah hat einen eigenen Kopf. Sie gibt sich keine Mühe, besonders sympathisch zu wirken, ist mürrisch und trotzig, wirkt allerdings leicht beeinflussbar und ist trotz ihrer Eigenarten eine Figur, mit der sich sicherlich viele junge Leserinnen identifizieren können. Und dass sie eben eine so launische Person ist, liegt vor allem daran, dass ihr Vater sie immer und immer wieder zu Umzügen zwingt, da er stark verschuldet ist.
Mit ihr und ihren Emotionen ist es ein heiß und kalt, ein auf und ab. Anders sieht es dabei auch nicht mit den „Zombies“ aus. Mit der Zeit werden ihre Aktionen gegen Hannah immer krasser, einige von ihnen wollen sie aber auch unbedingt im Team haben.
Die Handlung in „Zombie Blond“ ist nicht besonders tiefgreifend, die Stimmung hingegen sehr intensiv und steigert sich sogar, als Hannah immer mehr zur Marionette der blonden, perfekten Cheerleader wird. 
Alles in allem liegt in diesem Buch der Fokus auf typischen Teenagerproblemen und darauf, wie verzweifelt Hannah dazugehören will. Die Handlung läppert sich zusammen und auch, wenn es zum Ende hin tatsächlich ein blutiges und schauriges Finale gibt, ist es zusammengefasst eher so la-la.

Zumindest eine unumstößliche Regel gibt es für das Weglaufen vor seinen Problemen: Sie sagt, dass sich alles wiederholen wird, wie Jahreszeiten oder Sonnenuntergänge [...].
Seite 8

Da ist nichts, was zurückstarrt, außer dem Mond und den Sternen.
Nichts ist da draußen, außer den Kreaturen in meiner Fantasie.
Seite 133

Nette Unterhaltung mit einem ganz interessantem Plot, jedoch kein weltbewegendes Buch, das seinem Leser wirklich etwas gibt.

4/7

Offenbar gibt es dieses Buch nicht mehr normal im Handel zu kaufen, sondern nur gebraucht zum kleinen Preis.
 ISBN: 978-3-570-30583-6












Dienstag, 14. März 2017

Papierverzierer Lesechallenge - Gewinnspiel


Wir haben um den heißen Brei geredet, waren geheimnistuerisch und haben euch langsam und Schritt für Schritt offenbart, dass wir Überraschungen für Euch haben. Und mittlerweile ist es wohl ein offenes Geheimnis: es werden im Laufe der Challenge diverse Gewinnspiele laufen, die NUR für Euch, die Teilnehmer der Challenge, sind. Diese könnten mal so aussehen, dass es pro gelesenes Buch ein Los gibt oder pro gelesenes Papiervzierer Buch ein Los im Lostopf landet. Oder mal qualifizieren sich alle Teilnehmer mit mindestens drei Rezensionen für ein Buch, mal müssen es mindestens 7 sein. Die Bedingungen zur Teilnahme sind jedes Mal neu und werden von uns vorher im Team bestimmt. 
Aber da die Challenge ja gerade erst anfängt, ist die Voraussetzung um bei dieser ersten Verlosung in den Lostopf zu hüpfen, mindestens eine eingereichte Rezension mit Abdruck im ersten Update-Post. 
Aus diesem Grund ist es wichtig, dass ihr Eure Einreichungen immer aktuell haltet. Denn nur, wer seine Bücher einträgt, qualifiziert sich für die Gewinnspiele. Diese Gewinnspiele werden unregelmäßig und ohne vorherige Ankündigung stattfinden. Folgt also am besten Annabels und meinem Blog. Zusätzlich machen wir immer noch mal auf Facebook auf so etwas aufmerksam. Aber nun kommt der wohl interessante Teil: 

Was gibt es zu gewinnen und wer kann mitmachen? 
Gleich zum Start können zwei Teilnehmer etwas gewinnen! Nämlich einmal „Revolver Tarot“ im Taschenbuchformat und einmal als e-Book.

Nevada, 1869: Am Rand der gnadenlosen Vierzigmeilenwüste liegt Golgotha, eine kleine Stadt, in der hinter verschlossenen Türen große Geheimnisse verborgen liegen. Der Sheriff trägt die Narben des Stricks am Hals und manche sagen, er sei ein toter Mann, dessen Zeit noch nicht gekommen ist. Golgotha ist der Ort, an dem sich die Gesegneten und die Verdammten sammeln. Schwärze flutet über die Welt und wenn der Sheriff und seine Leute sie nicht aufhalten, hat Golgotha seinen letzten Sonnenaufgang gesehen … und mit ihr die gesamte Schöpfung.
Ein außergewöhnliches Abenteuer zwischen Western, Steampunk und Fantasy, das die Leben verschiedenster Persönlichkeiten auf einen gemeinsamen Kampf zuführt, dessen Wurzeln viel tiefer liegen, als sie sich vorstellen können.

Alle, die ihren Namen in der folgenden Liste stehen sehen, haben sich für die Teilnahme qualifiziert. Wie geht es nun weiter? 
Wenn ihr am Gewinnspiel teilnehmen wollt, hinterlasst einfach unter diesem Post einen Kommentar. Wenn ihr teilnehmen könntet, Euch das Buch aber nicht interessiert oder ihr es schon habt, dann tut uns das furchtbar leid, aber ihr müsst dann bis zum nächsten Gewinnspiel warten und die Daumen drücken, dass ihr die Voraussetzungen erfüllt. 

Teilnahmeberechtigte:
 Annalena 
Annette
Anni-chan
Anja
Isbel 
Jasmin 
Kerstin 
Klaudia
 Nathalie
Sofia
   Sandy
Valerie 
Vorleser
Zsadista

Der formelle Kram: Teilnehmen können nur die, die oben in der Grafik vermerkt sind. Das Gewinnspiel geht eine Woche und endet am 21. März. Gewinner müssen sich bitte innerhalb einer Woche bei mir (sophieslittlebookcorner@gmx.de) mit Wunschformat und Email-Adresse melden. Die eBooks werden erst NACH der Buchmesse verschickt. 

- Das Gewinnspiel läuft eine Woche, also bis zum 21.März. Danach haben die Gewinner 5 Tage Zeit, sich zu melden.
- Wir übernehmen keine Haftung, sollte der Gewinn auf dem Postweg verloren gehen.
- Der Gewinn ist nicht bar auszahlbar.


Und für alle die, die erst jetzt auf unsere Papierverzierer Challenge aufmerksam geworden sind: Wir freuen uns jederzeit über neue Teilnehmer! Schaut doch einfach mal bei meinem Anmeldepost oder dem von Sophie vorbei.



Dienstag, 7. März 2017

{eAf} Ann-Kathrin Karschnick | Bloopers & Outtakes

Schande über mich.– Es ist ja doch schon wieder ein Monat seit meinem letzten Post ins Land gezogen! Aber wenn man viel um die Ohren hat...
Dafür habe ich jetzt etwas für euch, bei dem ihr hoffentlich genauso viel lachen werdet, wie ich es getan habe. ;)



Jeder kennt die Outtakes am Ende von Jacky Chan Filmen. Witzige Szenen, die so nie hätten passieren sollen. Eine Leiter, die nicht so fällt, wie sie sollte. Worte, die er so nie sagen wollte. Ein misslungener Stunt. Und alle lachen.
Doch gibt es das auch bei Büchern? 

Mein Name ist Ann-Kathrin Karschnick und ich bin Autorin für Phantastik. Heute bin ich zu Gast bei Annabel auf ihrem Blog Bookdemon und darf euch sagen: Ja, klar gibt es Outtakes und witzige Randbemerkungen im Lektorat. Ich möchte euch anhand meiner Steampunk-Thriller -Reihe Rack mal ein paar Beispiele geben, was da alles zusammen kommt in sechs 120-seitigen Novellen.

Direkte Outtakes – also Szenen, die herausgenommen worden sind – habe ich diesmal leider nicht geschrieben. Aber ich habe einige Szenen von meinem Lektor im Papierverzierer Verlag kommentiert bekommen, die ich euch nicht vorenthalten möchte. ;)  Viele Sätze davon sind so leider nicht im Buch geblieben, da ich es doch abändern musste. 

Rack1:

Mein Satz:
"Rasch warf ich eine der winzigen, roten Kügelchen ein und schluckte sie trocken runter."
Kommentar des Lektors( Markiert ist das Wort Rasch): 
Tod dem Adverb

Mein Satz:
"Schließlich drehte sie sich ruckartig um."
Kommentar des Lektors:
Der Ruck ist ein neuer Freund von dir, oder? ;)

Ich muss zugeben, dass ich das Wort ruckartig in Rack doch sehr oft verwendet habe. ;) 

Mein Satz:
"Die war ja auch noch da!"
Kommentar des Lektors:
Neeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiinnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnn! Das machst du weg! Du kannst den Leser nicht da drauf stoßen, dass du seit zwei Seiten nicht über Tante C geschrieben hast. Schreib lieber etwas Lockeres. Wie z.B.: „Die ging aber auch ab, wie eine Klette.“

Rack 2:

Mein Satz:
"Ich griff nach einem Törtchen und aß es, während Marcus antwortete."
Kommentar des Lektors:
Ein Happs und weg :D

Mein Satz:
"Es schmeckte auf meiner Zunge wie eine Mischung aus Verwestem und Nilpferdscheiße."
Kommentar des Lektors:
Ernsthaft? Du immer mit deinen Tieren.

Rack 3:

Mein Satz:
"Gut, lass uns jetzt einkaufen gehen."
Kommentar des Lektors:
Sie sagt: einkaufen
Er sagt: Dort kaufen.
Sie sagt: Nix kaufen, bei mir stapelt es sich.
Das macht keinen Sinn … ;)

Mein Satz:
"Markus hatte ihr den Stuhl hinterher oder sie gleich auf seinen Schultern getragen, damit sie die Decke reinigen konnte."
Kommentar des Lektors:
Das passt nicht zusammen. So sehen typische Heinz Erhard-Gedichte aus. ;)

Mein Satz:
"Die Kontrolle über all…"
Kommentar des Lektors:
Alligatoren ;D

Rack 4:

Mein Satz:
"Die Gefahr, meine Waffe bei einer möglichen Festnahme zu verlieren, war mir zu groß gewesen."
Kommentar des Lektors:
Pessimist!

Mein Satz:
"»Passwort?«, fragte er.
»Schwertfisch«, erwiderte ich."
Kommentar des Lektors:
Swordfish :D
Mein Kommentar: 
Zu offensichtlich oder dezent genug, um es einzumogeln? ;) 

Leider musste es dann doch rausgenommen werden. :P 



Rack 5:

Mein Satz:
"Seit zehn Minuten klopfte ich an die Tür."
Kommentar des Lektors:
Penny … Penny … Penny

Mein Satz:
"Wieso sie immer solche auffälligen Hüte trug, blieb mir ein Rätsel."
Kommentar des Lektors:
Damit sie auf Satellitenbildern nicht zu erkennen ist … ;) 

Mein Satz:
"Da uns die Ansprache des Museumsdirektors bevorstand, schlug ich mich zum Buffett durch und besorgte uns einen Teller mit verschiedenen Delikatessen."
Kommentar des Lektors:
Jeweils – wir haben doch Stil.

Rack 6:

Mein Satz:
"Es würde alles zerstören, was wir aufgebaut haben."
Kommentar des Lektors (Absoluter Star Wars-Crack):
Du würdest zerstören, wofür sie gekämpft. Ja, das würdest du. (Meister Yoda, Episode V) :D


(Quelle)
Das ist mal ein Auszug von einigen Kommentaren die ich im Lektorat „ertragen“ durfte. Ich muss sagen, ich habe mit meinem Lektor unglaubliches Glück, denn wir haben einen ähnlichen Humor. Hoffentlich hat es euch ein wenig Spaß gemacht. 

Mich würde noch interessieren, welcher Kommentar euch am besten gefallen hat. 

Liebe Grüße,
Ann-Kathrin







Na, neugierig geworden? Exklusives Bonusmaterial zu Rack findet ihr hier.


Mittwoch, 1. Februar 2017

{Rezension} Die Midkemia-Saga 2 - Der verwaiste Thron

Achtung, hierbei handelt es sich um den zweiten Band. Mögliche Spoiler für Band 1!

Krieg und Intrigen, Ehre und Tod, Liebe und Hass.

Der ehemalige Magierlehrling Pug ist als Kriegsgefangener zu der gefährlichen Arbeit in den Sümpfen Tsuranis verdammt. Doch da erkennt einer der überaus mächtigen Magier Tsuranis Pugs wahres Talent und übernimmt dessen Ausbildung. Pug ist ihm dankbar, und je mehr er über die Kultur der Tsurani lernt, desto mehr schätzt er sie. Ihm wird sogar erlaubt, die Frau, die er liebt, zu heiraten. Aber tief in seinem Herzen hat Pug nie vergessen, dass er aus Rillanon stammt – und dass die Tsurani seine Feinde sind!

Gleich zu Beginn ist mir positiv aufgefallen, dass alle offenen Probleme des ersten Bandes im zweiten wieder aufgegriffen werden und es sogar noch einmal unterschwellige Erklärungen gibt, weshalb ich keine Probleme hatte, mich wieder in die Geschichte einzufinden. Und selbst, wenn ich eine Figur bereits vergessen hatte, ergab sich ihre Rolle schnell wieder im Kontext. Trotzdem habe ich schnell gemerkt, dass „Der verwaiste Thron“ in einer ganz anderen Atmosphäre startet.- Selbstverständlich, denn die Welt ist auch eine vollkommen andere.Und selbst die Charaktere, die aus dem ersten Band geblieben sind, haben sich verändert, was in diesem Fall keineswegs etwas Schlechtes ist. Sie sind schlichtweg reifer und erwachsener geworden, teilweise jedoch auch reservierter und trockener.
Im Vergleich zu „Der Lehrling des Magiers“ gibt es in diesem Band von allem mehr: Mehr Liebe, mehr Gefühl, längere Kämpfe, ausgeweitete politische Gespräche und Handlungen und eine Menge neuer Figuren. Vor allem liegt das daran, dass der Großteil dieses Buchs in der feindlichen Welt, nämlich in der der Tsuranis, spielt. Und da der Leser auch diese Welt genauso gut wie Midkemia kennen soll, hat der Autor die meisten Kapitel ihr gewidmet. Spannend war es auf jeden Fall, eine neue Kultur zu entdecken und gleichzeitig verfolgen zu können, wie es in Midkemia weiterging. Denn während Pug durch seine Gefangenschaft in dem fremden Land sein Leben vollkommen umlenkt, bekommen die ehemaligen Nebencharaktere aus Band 1 mehr Aufmerksamkeit. Vor allem die Mitglieder der Königsfamilie und ihre Verbündeten konnte ich viel besser kennenlernen und auch zu ihnen Beziehungen aufbauen. Da dies aber nur langsam und Figur für Figur passiert ist, war es nie anstrengend, all diese neuen Verknüpfungen und Abenteuer beibehalten zu können.
Aber ich muss gestehen, dass ich streckenweise doch daran gezweifelt habe, ob mir der zweite Band der Midkemia-Saga gefallen würde. Nicht, weil er schlechter geschrieben ist, doch war die Handlung teilweise einfach nicht fesselnd. Viele Gespräche über Politik füllen die erste Hälfte und lange Zeit passiert gefühlt nichts und gleichzeitig doch eine Menge. Auch ist Pug, der Hauptcharakter aus dem ersten Band, an dem ich mir damals so einen Narren gefressen hatte, nicht mehr der Selbe.- Zumindest für sehr lange Zeit. Auch habe ich mich mit dem ersten Viertel des Buches schwergetan, weil einfach viele langatmige Vorgänge thematisiert werden und Pugs weiterer Werdegang lange Zeit nur ein tristes Hin und Her war, weshalb manchmal der Rote Faden verloren ging. Es war manchmal einfach schwer, zu differenzieren, was wichtig ist und was nicht.
Glücklicherweise hat Raymond Feist das Ruder an einem bestimmten und sehr passenden Punkt herumgerissen und die Geschichte wieder auf das Niveau des ersten Bands gebracht. Und auch der seichte Humor, den er hin und wieder gekonnt in Szene gesetzt hat, kam wieder auf. Letztendlich hat alles zu einem sehr spannenden und mehr als zufriedenstellenden Ende voller Aufregung geführt.

"[...] Manchmal wünschen wir uns die Liebe so sehr, dass wir nicht sehr wählerisch sind, wenn wir uns jemanden aussuchen. Dann wieder erklären wir die Liebe zu einer so edlen, reinen Sache, dass kein armes menschliches Wesen unseren Vorstellungen entsprechen kann."
Seite 59

"Wisst ihr, was es bedeutet, dem Tod ins Gesicht zu lachen, Arutha? Ihr werdet nie wieder derselbe sein."
Seite 194

"Diese merkwürdige Stille im Innern, was ist das?"
Das ist der nahende Tod.
Seite 321

Nach einigem Auf und Ab doch noch eine würdige Fortsetzung für "Der Lehrling des Magiers".

5/7

ISBN: 978-3-7341-6098-1


Bisher bei Blanvalet erschienen/ geplant:

   


Vielen Dank an blanvalet für das Rezensionsexemplar!